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Pressemitteilung Geheime Symbole, verschlüsselte Zeichen – Nach 240 Jahren ist das Geheimnis des Hinüberschen Gartens in Hannover-Marienwerder gelüftet
Hannover (27. Januar 2011). Der Hinübersche Garten in Hannover –Marienwerder ist einer der ersten Landschaftsgärten in Deutschland. Wer ihn betritt, ahnt nicht, welche Geheimnisse in ihm verborgen sind oder besser waren: Die drei Autoren Hartmut v. Hinüber, Peter Krüger und Siegfried Schildmacher haben jetzt in dem Buch „Der Hinübersche Garten in Hannover-Marienwerder – Eine freimaurerische Gartenanlage“, die Geheimnisse des Gartens enthüllt. Die Anlage des Gartens wurde im Jahre 1767 begonnen und war im Jahre 1774 größtenteils fertiggestellt. Macht man heute einen Rundgang durch den Garten, folgt man dem freimaurerischen Weg vom Lehrling zum Freimaurer-Meister. Hinter dem großen Teich des Gartens findet der Besucher vier unbehauene Steine, die als freimaurerisches Symbol des Lehrlings gelten und die menschliche Unvollkommenheit symbolisieren. Heute werden diese Steine Druidenaltar genannt. Geht der Besucher weiter, so kommt er an die tempelartige Berghalle, die heute nicht mehr besteht, an der aber nach einer frühen Beschreibung des Gartens aus dem Jahre 1777 freimaurerische Sinnsprüche angebracht waren, die auf den Gesellengrad hinweisen. Freimaurer bauen am Tempel der Humanität und die Symbolik zum Gesellen ist für jeden Freimaurer offenkundig. Weitere Bauten im Garten symbolisieren den Meistergrad. Die Einsiedelei und der Hexenturm nehmen Bezug auf die Endlichkeit des Lebens. Denk an den Tod! Der Turm war von Anfang an als Ruine geplant worden und symbolisiert die Vergänglichkeit aller menschlichen Tätigkeit. Eine Mahnung an den Übermut des Menschen. Die Freimaurerei hat viele Symbole von verschiedenen Kulturen und Zeitaltern übernommen. Der im Garten aufgestellte Obelisk symbolisiert – wie im alten Ägypten – das Licht und das Leben. Ohne Licht gäbe es kein Leben auf der Erde. Die Sichtachsen zwischen dem ehemaligen Amtmannshaus, dem Hexenturm und dem Obelisken bilden ein gleichseitiges Dreieck und an anderer Stelle ist ein Zirkel erkennbar. Alles dies sind freimaurerische Symbole. Neben den genannten Bauten waren rund ein Dutzend Tafeln mit freimaurerischen Sinnsprüchen im Garten aufgestellt, die die Zeit nicht überdauert haben, die aber in frühen Schriften über den Garten festgehalten wurden. Die Autoren sehen in der Wiederaufstellung der Sinnsprüche, eine Aufgabe für die nahe Zukunft. Darüber hinaus plädieren sie für eine Wiederaufstellung der früher im Garten vorhandenen Gedenkurnen und die Freihaltung der Sichtachsen. Der Hinübersche Garten ist von dem Legationsrat und Ersten Generalwegebauintendanten des Kurfürstentums Hannover, Jobst Anton v. Hinüber (1718-1784) angelegt worden. Jobst Anton v. Hinüber war Freimaurer und Stuhlmeister der Freimaurerloge „Friedrich“, gegründet 1746, die heute „Friedrich zum weißen Pferde“ heißt, und eine der größten Logen in Deutschland ist. Am 29. Januar wird sie 265 Jahre alt. Dr. Siegfried Schildmacher ist Meister vom Stuhl (Vorsitzender) dieser Loge. Die freimaurerischen Bezüge werden in einer Pressekonferenz am Montag, 31. Januar, um 11.00 Uhr im Logenhaus Heiligengeiststraße 1 näher erläutert.
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